Missionsausschuss St. Antonius

Seit vielen Jahren unterstützt der Missionsausschuss St. Antonius zwei Aidsprojekte in Südafrika. Regelmäßige Kontakte durch Briefe und E-Mails und gegenseitige Besuche bringen uns immer wieder die Not der Menschen nahe.
Mehrere Missionsausschuss-Mitarbeiterinnen waren bereits in Südafrika und haben die Projekte besucht. Jede kam mit tiefgehenden Erfahrungen zurück. Die Kontakte mit den notleidenden Menschen haben betroffen gemacht.

Der Süden des afrikanischen Kontinents ist die am schwersten von HIV/Aids betroffene Region der Welt. Nahezu jeder fünfte Mensch, der weltweit mit HIV lebt, ist Südafrikaner. Die Mehrheit sind Frauen (60%).

Ein Viertel aller Todesfälle in Südafrika steht in Verbindung mit Aids:
Die durchschnittliche Lebenserwartung ist von 68 auf 45 Jahre gefallen. Der Großteil der Kinder steckt sich über Schwangerschaft und Geburt an (Mutter-Kind-Übertragung).
Durch die Krankheit verlieren Familien oft ihre Einkommensquelle und fallen unter die Armutsgrenze. Kinder können keine Schule mehr besuchen. Verwahrlosung, Alkoholmissbrauch und Gewalt nehmen zu.

Aidshospiz in Ekukhanyeni (Platz des Lichtes)
Circa eine Autostunde von Durban entfernt liegt das Aidshospiz „Otandweni“ hoch in den Bergen. „Otandweni“ heißt übersetzt: „Platz, wo ich geliebt werde. Das Hospiz hat 20 Betten, die ständig belegt sind mit Kindern, Frauen und Männern.
Die Aidspatienten werden mit vitaminreicher Ernährung, Astronautenkost und liebevoller Pflege zunächst soweit aufgepäppelt, dass sie noch einmal nach Hause zurückgehen können, um die notwendigsten Dinge in ihrer Familie und ihrem Leben zu regeln. Oft kehren sie zum Hospiz zurück, um hier in Würde zu sterben.

Die Wasserversorgung ist für die Schwestern ein großes Problem, da es keinen Zugang zu fließendem Wasser gibt. Das Wasser wird in der Regenzeit in großen Tanks gesammelt. Reicht es nicht, muss Wasser gekauft und mit großen Tankwagen geliefert werden. Auch die Stromversorgung ist nicht immer gewährleistet.

Das regelmäßige Schicken von Paketen mit Nachtwäsche, Pflegemitteln, Waschlappen, Therapiematerial wie Malpapier und Buntstifte, erfreut die Kranken und Schwestern und erleichtert die aufopferungsvolle Pflege.

Homebased Care in Hlabisa (Häusliche Krankenpflege)
In diesem sozialen Stützpunkt werden Frauen und Männer ausgebildet für die häusliche Krankenpflege von Aidskranken. Besonders die schwer zugänglichen Gebiete sind auf die ambulante Hilfe angewiesen. Die Entfernungen zwischen den Gehöften sind sehr weit. Die Menschen sind auf ihre Füße als Fortbewegungsmittel angewiesen.
Die ehrenamtlichen Helfer besuchen regelmäßig die Aidskranken und ihre Familien. Hierbei steht die Krankenpflege im Vordergrund. Zusätzlich verteilen die Helfer vitaminreiche Kost, Medikamente und Grundnahrungsmittel.

Beide Projekte liegen dem Missionsausschuss St. Antonius sehr am Herzen. Damit wir auch weiterhin die Missionsdominikanerinnen in ihrer Arbeit am Menschen unterstützen können, bitten wir um Ihre Hilfe.

Kontaktadresse:
Magdalene Wolters
Elpersstiege 4
48431 Rheine