Zahnärzte unterstützen kirchliche Flüchtlingsarbeit

 

Foto: Caritasverband Rheine „Flüchtlingen richtig helfen!“, dies ist das gemeinsame Anliegen des Lenkungskreises Kirchen/Caritas und der Zahnärzte, die jetzt eine Zahngoldspende für die kirchliche Flüchtlingsarbeit übergaben.

Integration durch Sprachhilfe und Offene Treffs fördern

Den „Flüchtlingen richtig helfen“, dies ist das gemeinsame Anliegen der Zahnärzte und des Lenkungskreises Kirchen/Caritas. Ende Januar übergab Dr. Franz-Heinrich Tölle die Spende der Zahnärzte für die kirchliche Flüchtlingsarbeit in Höhe von 2.000 Euro an Elke Zeitner vom Caritasverband Rheine, die den Lenkungskreis der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden geschäftsführend leitet. Die Zahnärzte erwarten eine sinnvolle Verwendung der Zahngoldspende ihrer Patienten und der Lenkungskreis entwickelt mit zahlreichen Helfern aus den Kirchengemeinden neben den ganz praktischen Hilfen für den Alltag der Flüchtlinge nachhaltige Strukturen für deren Integration  in die Gesellschaft.

Allein in den Rheiner Grundschulen sind weit über 60 Sprachhelfer/innen tätig, die von den Kirchengemeinden in ihrer so wichtigen Integrationsarbeit begleitet und mit Lernmaterial unterstützt werden. Für diese und für weitere, an der Flüchtlingshilfe Interessierte boten die Kirchengemeinden Ende des vergangenen Jahres ein Fortbildungsreihe, die Tipps zur Sprachvermittlung, wertvolle Hinweise für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern sowie Anregungen und Impulse zum Umgang mit kultureller Vielfalt gab. Angereichert durch weitere Themen, die Antworten auf asylrechtliche Fragen, auf die Probleme der flüchtenden Kinder und Jugendlichen sowie zum Miteinander von Christen und Muslime geben sollen, wird diese auch vom Bistum Münster unterstützte Fortbildung in diesem Jahr erneut angeboten.

Daneben will der Lenkungskreis Kirchen/Caritas in einer Vortrags- und Gesprächsreihe Informationsangebote über das „Ankommen in Deutschland“, das „Miteinander in guter Nachbarschaft“, über die erlebte „Integration in Rheine“ und auch über die weltweite „Entwicklung von Flucht, Wanderung und Migration“ für möglichst viele Interessierte schaffen.

Die direkte und unmittelbare Hilfe für die Flüchtlinge wird neben der Sprachhilfe und der unmittelbaren Betreuung und Begleitung einzelner Flüchtlingsfamilien in der Nachbarschaft vor allem auch in den vorhandenen „Offenen Treffs“ oder „Sprachcafés“ im Centro S. Antonio oder auf dem Dorenkamp deutlich. Hier will der Lenkungskreis ansetzen und weiter Begegnungsmöglichkeiten im Bereich der Kirchengemeinden rechts und links der Ems sowie im Südraum Rheine schaffen.

Den Mitgliedern des Lenkungskreises Kirchen/Caritas, die auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen haupt- und ehrenamtlichen Helfern in der Flüchtlingsarbeit setzten, ist klar, dass eine Integration der Flüchtlinge erst nach langer Zeit und erst dann erreicht wird, wenn Flüchtlinge die Werte der Gesellschaft anerkennen, sich für die Gesellschaft einsetzen können und von dieser auch eine Anerkennung dafür erhalten. Daher stehen der Aufbau eines Dolmetscherpools zur besseren Verständigung, das Thema Flüchtlinge und Arbeit durch Hospitation und auch die ehrenamtliche Mitwirkung der Flüchtlinge bei gesellschaftlichen Aufgaben ganz oben auf der Agenda des Lenkungskreises.