Pfarreirat schaut in die Zukunft

Kurz vor den Ferien traf sich der Pfarreirat am 22. Juni um über Zukunftsperspektiven in der Pfarrei nachzudenken.
Konkret vorausträumen sollten die Mitglieder bis ins Jahr 2017. Was hat sich in der Pfarrei am Ende dieser Wahlperiode im Oktober 2017 entwickelt?

Zuerst in Einzelarbeit, dann im Zweiergespräch, schließlich in Kleingruppen kristallisierten sich immer deutlicher gemeinsame Ideen heraus.

  • Jugendseelsorge und Jugendarbeit ist ein wichtiges Feld - Der Pfarreirat sieht die Zukunft der Jugendseelsorge auf Pfarreiebene. Im Oktober 2017 werden Ansätze einer Jugendkirche sichtbar sein, hoffen die Mitglieder.
  • Auch die Seniorenarbeit war im Blick: Seniorenarbeit – Wie kann die Pfarrei helfen, das Leben für ältere Menschen im Stadtteil angenehmer zu gestalten.
  • Der Pfarreirat sieht 2017 ein breites Angebot an lebendigen Gottesdienste und eine Offenheit für neue Formen, die von Laien gestaltet werden - „Ma(h)lzeit für Gott“ wird etabliert sein, sowie die anderen Gottesdienstformen. Vielfältige Liturgie lebt und ist weiter gewachsen, erwarten die Mitglieder. Auch die Mobilität der Gottesdienstbesucher wird zunehmen und die Bereitschaft, dorthin zu fahren, wo es ein attraktives Angebot gibt. Ehrenamtliche werden verstärkt Verantwortung in Liturgie übernehmen.
  • 2017 werden sich die Gruppen weiter als Teil eines Netzwerkes verstehen und neue Formen der Kommunikation und der Mitarbeiterfindung entwickeln. Eine Ehrenamtsbörse kann dabei helfen, Menschen mit besonderen Charismen zu entdecken.
  • Denken und Handeln in gemeinsamen Strukturen unter Respektierung von gemeindespezifischen Wünschen und Eigenheiten sollen für ein solidarisches und spirituelles Nähergekommen sorgen.

Aber auch die Sorgen wurden benannt:
Die Unterstützungen durch Bistumsstrukturen werden geringer (Das Engagement für die Kitas wurde genannt, überhaupt nehmen Menschen und Familien Kirche gar nicht mehr wahr.
Dies nimmt der Pfarreirat als Problem und eine Chance zugleich wahr: Der fortschreitende Schrumpfungsprozess macht auch freier und offener für, ja erzwingt geradezu, unkonventionelle Versuche, Kirche zu sein.

Wichtig ist es, Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten und Konzepte für kontinuierliche, lebensbegleitende Katechesen zu entwickeln. Außerdem sollte sich Kirche weniger mit sich als mit den Anderen beschäftigen (Mission - weniger Verwaltung) war die Meinung.

2017, so hofft der Pfarreirat, wird klar sein, was Gemeindeleitungen sind. Das Verhältnis von Pfarrei und Gemeinde ist eingeübt, der Pfarreirat hat sein Profil als Kurbel, Motor, Katalysator etabliert, die Menschen werden weniger vom Kirchturmdenken geprägt sein und eine sich verbreitende Kultur des Miteinanders hat Viele infiziert.

Übrigens: Im Herbst sollen alle Interessierten eingeladen werden, ein erstes Resümee zu den neuen Gottesdienstzeiten zu geben.
Am 7. August trifft sich der Pfarreirat aber erst mal auf dem Hof Storm zur Hofbesichtigung und zum Grillen.

Die nächste Pfarreiratssitzung ist am 21. September um 19.45 Uhr im Basilikaforum.