Bericht: Zurück aus Südafrika

Missionsausschuss St. Antonius

Mit vielen neuen und schönen, aber auch mit erschütternden Eindrücken, sind Magdalene Wolters und Brigitte Wenker, nach fünf Wochen, aus Südafrika zurückgekommen. Cape Town und die Gardenroute waren bei schönstem Sonnenschein, ein wunderbares Erlebnis zu Beginn der Reise. Hauptziel der Reise waren aber die, von der Gemeinde mitgetragenden, Aidsprojekte. In Ekukhanyeni wurden wir bereits mit offenen Armen von den Schwestern (Missionsdominikanerinnen) erwartet. Schwester Fidelia und Schwester Michaela erzählten uns viel vom AIDS Hospiz und brachten uns so auf den neuesten Stand. Alle 20 Betten sind belegt mit Frauen und Maennern, wovon regelmäßig Patienten sterben. Der Staat bezahlt nur für 12 Personen einen minimalen Betrag, der hinten und vorne nicht ausreicht. Somit müssen viele Dinge des alltäglichen Lebens, wie Aidsmedikamente, Pflegemittel, (Hautschutzcreme, Klebevorlagen, Seife und Zahnpasta), Astronautenkost, Nachtwäsche und Handtücher aus Spendenmitteln angeschafft werden. Nach wie vor ist die Wasserversorung ein großes Problem. Die Missionsstation hat keinen Zugang zu fließendem Wasser. Regenwasser wird an verschiedenen Stellen aufgefangen in großen Wassertanks gesammelt. Reicht dieses Wasser nicht aus, so muss Wasser gekauft werden. Während unseres Aufenthaltes wurde Wasser mit einem großen Tankwagen geliefert. Dieses Wasser muss teuer bezahlt werden. Der Weg zur Missionsstation dauert entsprechend lange, da es keine befestigte Straße gibt. Mit dem Auto kann die Straße nur im Schritttempo befahren werden, da große Löcher und viele Steine den Weg beschwerlich machen.  Wenn es regnet kann die Straße nicht befahren werden, da sie wie Schmierseife ist. Auch die Elektrizität kann nicht ,wie wir es gewohnt sind, genutzt werden. Es gibt insgesamt zu wenig Strom in Südafrika, deshalb wird dieser täglich für Stunden abgestellt. Wir konnten den Stromausfall live erleben, (13 Stunden) der die ganze Missionsstation lahm legte.

Neben dem Aidshospiz unterstützt der Missionsausschuss ein ambulantes Aidsprojekt. Frauen und Männer werden ausgebildet als sogenannte Caregiver (Pflegehelfer).  Zwei Caregiver durften wir an verschiedenen Tagen begleiten. Sie besuchen täglich mehrere AIDS-Patienten, die sie medizinisch versorgen und für die sie das Essen zubereiten. Mit dem Auto kann man diese Menschen im Tal der Tausend Hügel nicht erreichen. Es geht über Trampelpfade, hoch und runter, auf glitschigem Boden. Nur so kann man die Krals und Hütten erreichen. Hier ein Beispiel: In einer Hütte trafen wir einen alleinstehenden Mann an. In der sehr verfallenden Rundhütte brannte in der Mitte ein Feuer. Die Caregiver kochen für den Mann jeden Tag ein einfaches  Essen.  Die Schlafstätte  bestand aus einem Gestell, ca. 1,20 m lang und war mit Kuhfell bespannt.  Der Mann war sehr dankbar für den Besuch. Über unsere Lebensmittel  Mais, Zucker und Öl war er zu Tränen gerührt. Seine Abschiedworte waren: God bless you! Jeder Besuch an diesen Tagen, hat uns sehr betroffen gemacht.

Beide Projekte sind auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Gerne nehmen wir Sachspenden wie oben beschrieben an! Weitere  Infomationen können Magdalene Wolters und Brigitte Wenker geben.

Magdalene Wolters